Zurück zu Tools & Methoden

Klasse statt Masse: Innovationsideen bewerten

Zu Beginn der Ideengenerierung ist es zunächst besonders wichtig, möglichst viele unterschiedliche Ideen zu finden. Hier gilt noch der Grundsatz Quantität statt Qualität, so verrückt und unrealistisch die Ideen auf den ersten Blick auch erscheinen mögen. Um wirklich neue und innovative Ansätze zu generieren, sollten daher Ideenentwicklung und Ideenbewertung als zwei strikt voneinander getrennte Prozesse angegangen werden.

Bewerten und selektieren

So sollte es erst in der Phase der Ideenbewertung und -selektion konkret darum gehen, die Ideen kritisch zu hinterfragen, zu diskutieren und die besten herauszufiltern. Hinterfragen, Zweifeln, sogar Schwarzsehen ist jetzt nicht nur akzeptiert, sondern ausdrücklich erwünscht.

Für die Bewertung einer (zuvor) entwickelten Idee gibt es zahlreiche Methoden. Ein hilfreiches Tool kann ein ziel- bzw. lösungsorientierter Fragenkatalog sein. Die gesammelten Ideen werden entsprechend der Zielstellung reflektiert und auf einer Skala bewertet. Je konkreter die Zielstellung ist, desto genauer können die angewandten Bewertungskriterien definiert werden.

Lassen sich die Kriterien beispielsweise auf zwei besonders relevante Aspekte aus dem Fragenkatalog reduzieren, eignet sich der Einsatz einer 2-by-2-Matrix mit zwei Bewertungsachsen. So lassen sich Ideen nicht nur in sich, sondern auch gegeneinander bewerten und priorisieren.

Beispiel einer Checkliste für die Ideenbewertung:

  • Generiert die Idee Mehrwert für den Kunden? (Kundenorientierung)
  • Wird durch die Idee ausreichend Gewinn erzielt? (Profitabilität)
  • Gibt es einen Bedarf für die Idee? (Marktorientierung)
  • Stützt die Idee die Werte und Visionen unserer Marke? (Brand fit)
  • Wie einfach ist die Umsetzung der Idee? (Komplexität)
  • Ist der Risikofaktor akzeptabel? (Risiko)
  • Ist ein langfristiger Nutzen gewährleistet? (Nachhaltigkeit des USP)
Isabel Schomburg
Client Services Manager
Sie haben Fragen?